Das Ensemble Vagando wurde 2024 gegründet und hat seine Wurzeln in Wien. 

Vagando (ital. vagare) bedeutet „umhergehen“ oder „umherstreifen“. Daraus leitet sich nicht nur der Name des Ensembles ab, sondern beschreibt unseren Zugang zur Musik und zum gemeinsamen musizieren. Wir verstehen Musik als etwas Lebendiges und sich ständig Bewegendes, in dem es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Besonders fasziniert sind wir von inszenierten Konzertformaten (staged concerts), in denen Improvisation, Bewegung und musikalische Interaktion gleichwertig nebeneinanderstehen. 

Im Zentrum steht dabei die Idee, Musik nicht nur hörbar, sondern auch räumlich erlebbar werden zu lassen. So entstehen Aufführungen, die historische Musik in einem neuen, lebendigen Kontext erfahrbar machen. 
Wertvolle Erfahrungen und künstlerische Impulse in dieser Richtung erhielt das Ensemble in Masterclasses bei Anselm Dalferth sowie von Mitgliedern des Stegreiforchesters (Lorenz Bäumler und Franziska Aller).



 – Wer wir sind – Ensemble Mitglieder – Musiker und Musikerinnen


Sara Glanzer,
Blockflöte



Sara Glanzer ist Chorleiterin, Blockflötistin und Musikpädagogin aus Kärnten. Sie studierte Instrumentalpädagogik sowie Lehramt für Musikerziehung und Instrumentalmusikerziehung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und absolvierte dort auch ihr Masterstudium in Historischer Aufführungspraxis.

Am Johann-Joseph-Fux-Konservatorium leitet sie den Studiengang Kinderchorleitung und Kinderstimmbildung und unterrichtet Blockflöte. Seit September 2024 ist sie Leiterin des Landesjugendchors Niederösterreich.

Neben ihrer künstlerischen und pädagogischen Tätigkeit ist Sara Glanzer als Referentin in Österreich und Italien tätig und unterrichtet in den Bereichen Chor, Chorleitung, Tanz und Blockflöte.


Viktoria Kremsl,
Blockflöte

Viktoria Kremsl erhielt ihren ersten Blockflötenunterricht im Alter von vier Jahren und entwickelte früh eine große Begeisterung für Alte Musik und das gemeinsame Musizieren. Neben der Blockflöte spielt sie seit ihrer Kindheit Violine und sammelte wertvolle Orchestererfahrung im Jugendsinfonieorchester Niederösterreich. Künstlerische Impulse erhielt sie durch Meisterkurse und Sommerakademien; zudem war sie mehrfach Preisträgerin bei zahlreichen Wettbewerben – sowohl als Solistin als auch im Ensemble.

Seit 2020 studiert sie Instrumentalpädagogik mit
Schwerpunkt Blockflöte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in der Klasse von Rahel Stoellger. Bereits während ihres Studiums war sie mehrere Jahre als Blockflötenlehrerin tätig. Parallel zu ihrer musikalischen Laufbahn absolvierte sie ein Bachelorstudium der Mathematik an der Universität Wien und studiert Banking and Finance. Die Verbindung von analytischem Denken und künstlerischer Ausdruckskraft prägt ihren vielseitigen Zugang zur Musik.

Rahel Neyer,
Barockvioline

Rahel Neyer lebt in Wien, und studiert an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Mirjam Tschopp. Als vielseitige Musikerin ist sie in zahlreichen Kammermusikformationen aktiv und festes Mitglied mehrerer Ensembles, unter anderem beim Ensemble inn.wien sowie dem Kammerorchester Plus der Konzertreihe „Musik in der Pforte“ in Vorarlberg. Ihre Orchestererfahrung umfasst Engagements in renommierten Klangkörpern wie dem Verbier Festival Junior Orchestra, der Orchesterakademie der Wiener Symphoniker und dem Bochabela String Orchestra.

Eine besondere Leidenschaft gilt der Barockgeige, auf der sie Unterricht bei Prof. Hiro Kurosaki und Prof. Eva Saladin erhielt. Auch hier spielt sie regelmäßig in verschiedensten Formationen, wie dem Ensemble Vagando, mehreren Projektorchestern, und als Substitutin bei Concerto Stella Matutina.

Als vielseitig interessierte Künstlerin arbeitet Rahel Neyer oft auch genreübergreifend mit Künstler:innen aus Jazz und Pop zusammen. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit sind Pädagogik und Musikvermittlung weitere zentrale Schwerpunkte ihres Schaffens: Sie unterrichtet an einer Musikschule, arbeitet bei Superar, ist aktiv an mehreren Musikvermittlungsprojekten beteiligt, und ist Vorstandsmitglied des Sozialvereins Weltklänge.


Hannah Eberle,
Barockcello

Hannah Eberle ist eine Cellistin aus Hittisau/Vorarlberg. Das Cello ist seit Ihrem siebten Lebensjahr ein treuer Begleiter und gelegentlicher Herausforderer. Sie abslovierte ihren Bachelor mit moderem Violoncello am Vorarlberger Landeskonservatorium (Stella) in Feldkirch und ihren Master an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Ihre große Leidenschaft für das Barockcello entdeckte Hannah während ihres Masterstudiums  an der Universität für Musik und darstellende Kunst und studiert nun seit Oktober 2026 Historische Aufführungspraxis an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 

Sie ist der Meinung, dass Vielfalt das Schönste ist, was die Welt zu bieten hat. Auch in der Kunst. Diese zu teilen sieht sie nicht nur als ihre Aufgabe, sondern auch als große Leidenschaft. Sie ist daher seit 2017 Mitglied bei „Weltklänge“. Zudem ist sie zusammen mit Baran Beigi eine der PreisträgerInnen des interdisziplinären Musikwettbewerbs „Musik Plus“ 2020. Die Teilnahme an der „international summer school for music Mediation 2023“ in Montreal/Kanada war Auslöser für ein tieferes Eintauchen in die Musikvermittlung. Mit ihrem momentanen Projekt „Momentaufnahme“ experimentiert sie mit Community music und partizipativen Konzertformen.
 

Benedikt Holter,
Cembalo/Orgel

Der Wiener Cembalist und Pianist Benedikt Holter ist spezialisiert auf historische Tasteninstrumente und Liedbegleitung. 2025 debütierte er im Musikverein Wien, 2026 im Wiener Konzerthaus. Im Mai 2026 war er Gast bei den Internationalen Barocktagen Melk. Sowohl am Cembalo als auch am Hammerklavier konzertiert er regelmäßig solistisch, kammermusikalisch und mit Orchestern. Sein Repertoire reicht dabei von Frühbarock bis Georg Kreisler. Er gewann 2022 den Britten Pears Young Artist Prize. Konzerte führten ihn ins Opernhaus Sydney, nach Buenos Aires und quer durch Europa.

Er ist Cembalolehrer und Korrepetitor an der Musikschule Wien Döbling und studiert Cembalo (Erich Traxler) und Klavier Liedgestaltung (Justus Zeyen) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien mit Fokus auf Hammerklavier (Stefan Gottfried). 2023 führte ihn ein Auslandssemester an das Sydney Conservatorium of Music zu Neal Peres da Costa. Benedikt spielt nebenbei auch Cello und schloss 2023 sein Masterstudium Technische Physik an der TU Wien mit Auszeichnung ab.